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Kath. Kirchengemeinde St. Marien Brake
Gemeindeteil Brake | Gemeindeteil Elsfleth

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 Geschichte der Kath. Kirchengemeinde Brake

 

Katholische Christen hat es in Brake und Umgebung seit Jahrhunderten gegeben, eine katholische Gemeinde jedoch gibt es erst seit dem 14. September 1878, dem Festtag der Kreuzerhöhung, als ein Priester in Brake zum ersten Mal die heilige Messe feierte.

Zuvor lag die Betreuung der katholischen Christen in der Wesermarsch in den Händen der Seelsorger der Pfarrei St. Peter in Oldenburg. Da Oldenburg jedoch weit entfernt lag und die Postkutsche bis zur Eröffnung der Eisenbahnlinie Brake - Oldenburg im Jahre 1876 die einzige Verkehrsanbindung dorthin bildete, bedeutete diese Entfernung für Oldenburger Priester eine starke zeitliche Belastung bei ihrer Amtsausübung.

Da die Zahl der Katholiken in Brake in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts auf etwa 100 anstieg, wurde im Sommer 1878 durch Offizial Niehaus die Errichtung der Gemeinde in die Wege geleitet.

An der Breiten Straße in Brake wurde ein Haus nebst Stallung und Garten erworben und Kaplan Bernhard Pille aus Dinklage wurde im September 1878 zum Kapellengeistlichen in Brake ernannt.

Als Gottesdienstraum hatte Kaplan Pille seit seiner Ankunft in Brake zwei Räume im Erdgeschoss des Pfarrhauses benutzt. Schon sehr bald erwies sich diese Lösung als ungenügend, da diese Räume einfach zu klein waren. So musste der Bau einer Kapelle in Erwägung gezogen werden. Nach längerem Hin und Her zwischen dem Offizialat und Kaplan Pille wurde letztendlich das Geld zum Bau einer Missionskirche an der Stelle des Stalles bewilligt, so dass im August 1879 die neuerbaute Kapelle (14 m lang, 7 m breit) durch den Oldenburger Pfarrer Moorkamp eingeweiht werden konnte.

Auch wenn die neue Kapelle nur sehr klein war und noch vieles an liturgischen Geräten fehlte, hatte sie jedoch einen Tabernakel. Durch großzügige Spenden vieler Wohltäter konnte in den folgenden Jahren die Kapelle mit folgenden noch fehlenden Gegenständen weiter ausgestattet werden: Kreuzweg (1882), Kanzel (1885), Statuen hl. Maria und hl. Josef (1887), Orgel (1889), Orgelboden (1887), neuer Altar (1891) und neuer Taufstein (1892).

Durch die neuerstandene Kapelle wurde Brake in den kommenden Jahren attraktiver für katholische Christen. Auch durch den Ausbau des Hafens bedingt zogen immer mehr Katholiken nach Brake.

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Im Jahre 1915 weist die kirchliche Statistik der katholischen Gemeinde für die Ämter Brake und Elsfleth 311 und zehn Jahre später 324 Katholiken auf. Der Gottesdienstbesuch stieg im gleichen Zeitraum von durchschnittlich 104 auf 150 Teilnehmer, so dass die Kapelle zu klein wurde und man an eine Vergrößerung denken musste. Am 27. September 1927 legte eine Delegation der Gemeinde dem Offizial einen Plan für die Erweiterung der Kapelle vor, der genehmigt wurde. Kaplan Möller kaufte dem Nachbarn der Kapelle, Kaufmann Schäffer, einen Geländestreifen in einer Breite von einem Meter und einer Länge von 49 Metern ab, so dass die bisherige Kapelle um fast 9 Meter verlängert werden konnte. Zusätzlich wurde seitwärts gen Westen eine Sakristei erbaut sowie ein Chorraum erschaffen und die Kirche mit einem neuen Altar verschönert. Am 25. März 1928 wurde die erweiterte Kapelle durch Kaplan Möller benediziert.

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Von 1927 an bewegte sich die Zahl der Katholiken in Brake um 400. Ein großer Zuzug kam 1944 durch etwa 1000 Kölner Katholiken, die wegen der Fliegerangriffe des 2. Weltkrieges ihre Heimatstadt verlassen mussten, jedoch nach dem Waffenstillstand im Mai 1944 zum großen Teil wieder in ihre Heimat zurückkehrten.

Durch die Vertreibung vieler Menschen aus ihrer Heimat jenseits von Oder und Neiße kamen 1946 13437 neue Katholiken in die Wesermarsch. Statistisch gesehen waren das 35 % Ostvertriebene gegenüber 6% ortsansässigen Katholiken, so dass aus den vormals 400 Gläubigen auf einmal 2000 wurden.

So stand die katholische Gemeinde in Brake vor fast nicht zu bewältigenden Aufgaben. Mit den vielen Flüchtlingen war auch ein Priester gekommen, der vom bischöflichen Offizialat in Vechta für die Flüchtlingsbetreuung angestellt wurde. Die Not und das Elend der Heimatvertriebenen war groß. Um den Leuten durch Lebensmittel und Kleidung helfen zu können, wurde ein Caritas-Ortsverein gegründet. Ebenfalls wurden neue Gottesdienststationen eingerichtet, um den neugekommenen Katholiken die Möglichkeit zu geben, wenigstens alle 14 Tage die heilige Messe zu hören.

Im Laufe des Jahres 1946 kamen zwei weitere Flüchtlingszüge nach Brake. Im Juni 1946 wurde des Weiteren für Berne und Elsfleth ein zusätzlicher Flüchtlingspriester angestellt.

1946 konnte ein Pfarrsaal eingerichtet werden, so dass mehr Platz für die jetzt beginnende Jugendarbeit vorhanden war. Im Juni 1950 wurden Renovierungsarbeiten in der Kirche durchgeführt.

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Trotzdem war die Marienkirche zu klein, so dass sie 1954 erweitert und zugleich verschönert wurde. Durch den Ausbau eines Seitenschiffes an der Westseite konnte mehr als die Hälfte des bisherigen Raumes gewonnen werden. Am 3. Juni 1954 wurde der Anbau durch Herrn Offizial Grafenhorst eingeweiht. Weitere Anschaffungen für die Kirche waren in den Jahren 1955, 1956 und 1957 ein vom Bildhauer Bäumer aus Münster geschaffener neuer Kreuzweg, eine geschnitzte Kreuzigungsgruppe für den Raum hinter dem Altar, ein Liedanzeiger und neue Bänke für das Mittelschiff.

Trotz der Umbaumaßnahmen blieb die Kirche aber immer noch zu klein für alle Mitglieder.

1959 bemühte sich die Kirchengemeinde bei der Stadt Brake um ein 4000-5000 m² großes neues Grundstück. Nachdem auch das Offizialat einem Neubau zugestimmt hatte und Pläne über Eigenleistungen festgelegt waren, konnte am 21. Februar 1962 mit den Bauarbeiten für eine neue St. Marien – Kirche an Stelle der alten Kirche begonnen werden. Am 22. August 1962 wurde im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes von Offizial Grafenhorst die feierliche Grundsteinlegung vorgenommen.

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Im Jahr 1963 wurde der Turm auf eine Höhe von 43 m hochgemauert, ein Anbau mit kleiner Kapelle, zwei Sakristeien, ein Abstellraum und darüber zwei große Räume für die Jugend kamen hinzu. Neue bleiverglaste Fenster, auf denen Motive aus Szenen des Neuen Testaments zu sehen sind, wurden nach Entwürfen des Münsteraner Künstlers Espeter angefertigt. Auch ein Glockengeläut mit vier Glocken sowie ein neuer Altar und neue Kirchenbänke wurden in Auftrag gegeben. Am 8. Dezember 1963 wurde schließlich die neue Kirche benediziert und für den Gottesdienst freigegeben.

Einen letzten Höhepunkt beim Kirchenbau erlebte die St. Marien - Kirche im darauffolgenden Jahr. Ein 6,5 Tonnen schwerer Anker, der auf einem Eisenunterbau mit Weltkugel und Kreuz aus schwerer Bronze ruht, wurde in mühevoller Präzisionsarbeit mit einem Spezialkran auf das schräge Dach des Kirchturms gehoben. Die Tageszeitungen schrieben in großer Aufmachung: „Die Stadt Brake ist um ein großes Wahrzeichen reicher geworden“.

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Weitere Einrichtungen der Kirchengemeinde:

- St. Bernhard Hospital (seit 1880)
- Kindergarten St. Marien (Eröffnung: 2.November 1961)
  Montessori Kinderhaus
- Kath. Pfarrbücherei St. Marien (seit 1926)
- Kath. Grundschule Eichendorffschule in Brake (seit dem 2. Mai 1886)
- Kolpingsfamilie Brake/ Unterweser (seit 8. November 1952)
- Jugendarbeit (seit 1924)
- Caritas- und Seniorenarbeit (seit 1946/47)

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